Fehlen in der Schule entschuldigen: Frist und Form
Mit der Schulentschuldigung erklären die Eltern der Schule schriftlich, warum ihr Kind gefehlt hat, zum Beispiel wegen Krankheit, eines Arzttermins oder eines Trauerfalls. Fehlt die Entschuldigung, gilt die Zeit als unentschuldigt. Das steht im Zeugnis und kann bei wiederholtem Fehlen zu einem Bußgeldverfahren wegen Verletzung der Schulpflicht führen.
Die Schulpflicht ist Ländersache und steht in den Schulgesetzen der Länder, in Bayern etwa im BayEUG, in Nordrhein-Westfalen in § 43 SchulG NRW. Pflichten und Folgen ähneln sich, die Fristen unterscheiden sich.
Wann eine Entschuldigung nötig ist
- Krankheit des Kindes
- Arzt- oder Zahnarzttermin, wenn er sich nicht in die unterrichtsfreie Zeit legen ließ
- Todesfall oder Beerdigung in der Familie
- Religiöse Feiertage, soweit nicht ohnehin schulfrei
- Vorladung vor Gericht oder zu einer Behörde
Für planbare Abwesenheiten, etwa eine Familienfeier oder einen Wettkampf, brauchen Sie vorher eine Beurlaubung (siehe unten). Eine Verlängerung der Ferien lässt sich nicht entschuldigen und kann ein Bußgeld nach sich ziehen.
Frist: meist wenige Tage
In den meisten Ländern müssen Sie die Schule am ersten Fehltag informieren, möglichst vor Unterrichtsbeginn, per Telefon oder E-Mail. Die schriftliche Entschuldigung folgt dann innerhalb weniger Schultage, häufig sind es drei. Die genaue Frist steht in der Schulordnung Ihres Landes oder in der Hausordnung der Schule.
Bei längerem Fehlen, oft ab dem dritten oder vierten Tag, verlangen viele Schulen ein ärztliches Attest. Fehlt ein Kind häufig, kann die Schule das Attest auch für einzelne Tage verlangen.
Was in die Entschuldigung gehört
- Name, Anschrift und Telefonnummer der Eltern
- Name der Schule und der Klassenleitung
- Ort und Datum
- Ein klarer Betreff, zum Beispiel «Entschuldigung für Lukas Schmidt, Klasse 7c, 12. und 13. Mai 2026»
- Die genauen Fehltage, bei einzelnen Stunden auch die Uhrzeit
- Der Grund, sachlich und knapp: «Erkältung mit Fieber», «Beerdigung der Großmutter», «Termin beim Kieferorthopäden»
- Wenn vorhanden, der Hinweis auf ein beigefügtes Attest
- Wenn gewünscht, die Bitte um die versäumten Aufgaben
- Die Unterschrift eines Sorgeberechtigten
Beurlaubung vorher beantragen
Steht eine Abwesenheit schon fest, stellen Sie rechtzeitig einen schriftlichen Antrag auf Beurlaubung, oft verlangen Schulen zwei Wochen Vorlauf. Über ein bis zwei Tage entscheidet meist die Klassenleitung, über längere Zeiträume die Schulleitung.
Unmittelbar vor oder nach den Ferien genehmigen Schulen eine Beurlaubung nur aus wichtigem Grund. Günstigere Flüge gehören nicht dazu. Einige Länder und Schulen gehen solchen Fehlzeiten gezielt nach und leiten Bußgeldverfahren ein.
Krankheit und Attest
Bei kurzen Erkrankungen genügt in der Regel die Entschuldigung der Eltern. Bei längerer Krankheit oder häufigem Fehlen kann die Schule ein ärztliches Attest verlangen. Die Kosten dafür tragen meist die Eltern. Für chronisch kranke Kinder kann ein Dauerattest sinnvoll sein.
Befreiung vom Sportunterricht
Für einzelne Sportstunden reicht meist ein kurzer schriftlicher Hinweis der Eltern. Für eine längere Befreiung verlangen Schulen ein ärztliches Attest, das Art und voraussichtliche Dauer der Einschränkung nennt.
Folgen unentschuldigten Fehlens
- Vermerk der unentschuldigten Fehltage oder -stunden im Zeugnis
- Gefahr für Versetzung oder Abschluss, wenn Leistungsnachweise fehlen
- Bußgeld gegen die Eltern nach dem Schulgesetz des Landes
- In schweren Fällen Einschaltung des Jugendamts, im äußersten Fall des Familiengerichts
- Ab 14 Jahren sind auch Bußgelder gegen die Schülerin oder den Schüler selbst möglich
Österreich und Schweiz
Österreich: Schulpflichtgesetz und Schulunterrichtsgesetz regeln die Entschuldigung. Bei Krankheit ist die Schule unverzüglich zu benachrichtigen (§ 45 SchUG). Bei längerem Fehlen kann die Schule ein ärztliches Attest verlangen.
Schweiz: Die Kantone regeln das. Üblich ist eine schriftliche Entschuldigung innerhalb weniger Tage und ein Arztzeugnis nach drei bis fünf Tagen.
Häufige Fehler
- Nur telefonisch Bescheid gegeben und die schriftliche Entschuldigung vergessen.
- Entschuldigung zu spät abgegeben.
- Grund zu vage, etwa «Kind war unpässlich»: Die Schule kann nachfragen.
- Keine Beurlaubung beantragt und das Kind einfach mitgenommen.
- Attest nicht vorgelegt, obwohl die Schule es verlangt hat.
Was Lettrio daraus macht
Sie geben Namen und Klasse Ihres Kindes, die Fehltage und den Grund an. Lettrio schreibt daraus eine kurze, sachliche Entschuldigung oder einen Antrag auf Beurlaubung, auf Wunsch mit dem Hinweis auf ein Attest und der Bitte um die versäumten Aufgaben. Den Anfang lesen Sie kostenlos, die vollständige Entschuldigung zum Ausdrucken kostet 2,99 €.